Pfingst-Weekend in Andermatt

Jagdliches Arbeiten am Gotthardmassiv

Bereits zum neunten Mal lud die Regionalgruppe Nord-West-Schweiz dieses Pfingstwochenende  zum beliebten Dummy-Training nach Andermatt ein.

Trotz Rekordstau bis zu 28 Kilometer, der San Bernadino war wegen eines Car-Brandes das ganze Weekend gesperrt, trafen die Teilnehmer relativ pünktlich am Samstag im Hotel 3 Könige & Post in Andermatt ein. Das Hotel hat genügend Parkplatz vor dem Haus. Weit und breit sind keine Touristen zu sehen. Es ist ruhig hier, eben Zwischensaison. Einige Teilnehmer sind schon am Vorabend angereist und nun beim Morgenessen. Es ist 08.00 Uhr. Isabel und ich kommen gerade richtig. Ein reichhaltiges Zmorge-Buffet wartet auf uns. Wir sind am Samstagmorgen um 06.00 Uhr von Schenkon losgefahren und haben wegen dem Gotthardstau ab Altdorf die Hauptstrasse genommen. Da hat alles gepasst. Planmässig um 09.00 Uhr fährt unser Konvoi nun mit allen anwesenden Hündelern Richtung Gotthardpass los. Wir sind gespannt auf unseren Anfängerhund  Olive. Hält sie drei Arbeitstage durch? Wir sind das erste Mal dabei und kennen die Gegend und die Abläufe bei einem solchen Trainingsweekend nicht. Oberhalb Hospental öffnet  Sylivie und Franz Berger die Schranken der für den Verkehr gesperrten Gotthardstrasse. Hoppla; das ist ja grandios organisiert. Nur unser Konvoi darf passieren. Weiter geht es bis zum Trainingsplatz Gamsboden. Es herrscht eine unglaubliche Ruhe hier weil die Passstrasse gesperrt ist.

Ein riesiges, abwechslungsreiches Trainingsgelände

Vor unseren Augen bietet sich ein riesiges, abwechslungsreiches Trainingsgelände mit Bächen, Wiesen, grossen Steinen und Schneefeldern an.  Nun ist es an der Zeit die Gruppeneinteilung vorzunehmen. Hans Döbeli und Regula Ryter kennen den Leistungsstand der Hunde und dessen Führer/Innen.

Es gibt zwei Gruppen

Die Beginner übernimmt Hans. Regula leitet die Novice und Open.

Olive und Isabel sind bei Hans eingeteilt. Regula setzt mich als Dummy-Werfer ein.  Neben vielen Dummies nehmen wir Bälle, Pistole und Launcher mit. Das verspricht natürlich sehr abwechslungsreich zu werden. Wir trainieren Marking, Marking mit Schuss, Blind, Blind mit Schuss, Memory und so weiter. Alles wird gut erklärt und praktiziert. Mit dem Launcher wird geschossen. Man sieht, die Hunde haben unglaublichen Spass. Sie sind sehr aufmerksam und  kaum zu halten. Bäche werden laufend und halb schwimmend überquert. Alle machten sehr gut mit.  Die Hunde zeigten riesige Freude an den abwechslungsreichen Übungen und waren wie die Hundeführenden geradezu erpicht Neues zu lernen oder sich mit ihren Kommandos oder Anweisungen zu verbessern.

Zum Mittagessen fahren wir jeweils zum höher gelegenen Restaurant Mätteli, das extra für uns und die Schneeräumungs-Equipe vom Gotthard, öffnete. Hier werden wir bestens verpflegt. Nochmals herzlichen Dank an die Küchenmanschaft.

Mittags geht es wieder weiter mit dem Training.  Allmählich zeigt sich die Sonne. Alle sind voll motiviert.

Nachtessen im Goethesäli

Am Samstagabend dinierten wir alle zusammen im Hotel eigenen Goethesäli. Alle entschieden sich für das Vier-Gang-Menü. Wir wurden nicht enttäuscht. Das essen war herrlich. Selbstverständlich drehten sich die Gespräche nicht nur um Hund und Dummy-Training. Zwischendurch schauten wir uns auf dem Händy das WM Eishockey Halbfinalspiel Kanada-Schweiz an. Der Technik sei Dank. Die Schweiz gewinnt und spielt am Sonntag um die Goldmedaille.

Harter Sonntag

Am Sonntag konnten wir nun,  alle schon ziemlich eingeübt, wieder einen erlebnisreichen Tag auf dem abwechslungsreichen Gelände erleben. Es war bewölkt, kalt und regnete zeitweise. Wie sagt man doch so schön; es gibt kein schlechtes Wetter,  nur schlechte Kleider. Den Hunden war es egal. Sie liefen, suchten und fanden. Und die Arbeit war nicht leicht. Blies doch ständig ein kühler Wind vom Gotthardpass her, das die Suche manchmal schon erschwerte.

Gelerntes festigen

Der Pfingstmontag zeigte sich wieder von der versöhnlichen Seite. Anfangs noch Nebel wurde es gegen Mittag doch recht sonnig. Wir trainierten wieder in  zwei Gruppen. Die Fortschritte bei den Hunden und den Hundeführenden lässt sich gut feststellen. Vieles konnte nun am dritten Tag gefestigt werden. Auch bei Olive waren guter Fortschritte erkennbar. Sehr beeindruckend war ihre grosse Motivation bis zum Schluss. An dieser Stelle möchten wir ein grosses Kompliment unseren Ausbildnern Regula und Hans widmen. Die Arbeiten waren lehrreich, stufengerecht, abwechslungsreich, interessant und spannend.

Einen grossen Dank an Sylvie und Franz für die gute Organisation. Alles war super organisiert, nichts dem Zufall überlassen.
Gegen Mittag fanden wir uns nun  zum  letzten Mal wieder im Mätteli ein zum Mittagessen.
Hier endete  das verlängerte Pfingstweekend. Man verabschiedete sich herzlich nach dem Essen und trat die Heimreise mit vielen positiven Erfahrungen an.

Isabel, Hannes und Olive

 

Fotos von Andreas Jörg


Fotos von Sylvie Berger


Fotos von Lukas Merki


Foto von Betrix Schmidt